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Mit Beginn der Schwangerschaft sorgen Sie für ein weiteres Leben. Um diesem neuen Leben einen optimalen Start zu geben, ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung unverzichtbar. Wer sich schon in der Schwangerschaft gesund ernährt, gibt seinem Baby die besten Voraussetzungen für einen guten Beginn seines Lebens. Die weitverbreitete Meinung, man müsste in der Schwangerschaft für zwei essen, stimmt insofern nur wegen des Essbewußtseins, nicht jedoch wegen der Menge der Nahrungsaufnahme. Der Bedarf an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen ist zudem stärker erhöht als der Energiebedarf. Demnach sollten Sie nicht auf Quantität sondern auf Qualität achten.
Eine kontrollierte Gewichtszunahme ist für jede Schwangere sinnvoll, etwa 10-15 kg sind optimal. Hiervon wiegt Ihr Baby ca. 3600g, Fett und Reserven der Mutter ca. 2250g, die Plazenta ca. 500g, die Gebärmutter ca. 900g, das Fruchtwasser ca. 900g, je Brust ca. 300g, zusätzliches Blutvolumen ca. 2250g zusätzliche Wassereinlagerungen ca. 1000g
Der Energiebedarf steigt in den ersten Monaten praktisch nicht an. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie nur 200 kcal pro Tag mehr zu sich nehmen.
Ernährungstipps
Trinken Sie mindestens 2 Liter am Tag. Dabei gilt, so wenig süß wie möglich, z.B.: Wasser, Kräutertee, ungesüßte Säfte, Saftschorlen. Auf koffeinhaltige und alkoholhaltige sowie stark gesüßte Getränke sollten Sie weitgehend verzichten. Kaffee, Tee und Cola enthalten Koffein und können bei längerem und übermäßigem Genuss zu einer körperlichen Abhängigkeit - auch Ihres Babys - führen. Alkohol kann zu geistigen Entwicklungsstörungen Ihres ungeborenen Kindes, Minderwuchs, Untergewicht, Hyperaktivität, Genitalfehlbildungen u.v.m führen.
Essen Sie täglich Getreideprodukte aus vollem Korn, z.B.: Vollkornbrot,-reis,-flocken,-nudeln).
Essen Sie reichlich pflanzliche Lebensmittel und mäßig tierische Produkte.
Auch Milch und fettarme Milchprodukte sollten Sie täglich auf Ihrem Speiseplan haben.
1-2 mal wöchentlich sollte Seefisch auf dem Tisch stehen. Jod ist wichtig für die Entwicklung Ihres Babys. Verwenden Sie jodiertes Speisesalz.
Eine schonenede Zubereitung der Speisen erhält die Vitalstoffe. Dünsten Sie Gemüse in wenig Wasser und verwenden Sie das Kochwasser für Ihre Soßen.
5-6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind besser als drei große Mahlzeiten. Ihr Organismus - und somit auch Ihr Kind - wird so gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und Sie vermeiden lästiges Völlegefühl.
Schokolade und andere süße Schleckerein enthalten unerwünschte Kalorien, aber nur wenig oder keine Nährstoffe. Können Sie darauf gar nicht verzichten, greifen Sie am besten zu Produkten aus Vollkornmehl, Rohrzucker oder Honig. Sie können den Heißhunger auch mit Trockenobst oder Fruchtschnitten stillen.
Verzichten sie am besten auf jegliche Einnahme von Medikamenten. Ist die Einnahme dringend notwendig, dann nur in Absprache mit Ihrem Arzt.
Bitte verzichten Sie strikt aufs Rauchen. Dadurch wird der Mutterkuchen schlecht durchblutet und Ihre Baby leidet zwangsläufig an einer Sauerstoffunterversorgung. Rauchen während der Schwangerschaft kann zu Unterentwicklungen und Fehlbildungen Ihres Babys beitragen. Kinder von Müttern, die in Ihrer Schwangerschaft rauchten, sind zur Geburt durchschnittlich kleiner und erkranken häufigen an Allergien und Infektionen. Es besteht ein 20-30%ig höheres Risiko einer Fehlgeburt. Von einer langsamen Rauchentwöhnung wegen möglicher Entzugserscheinungen ist abzuraten. Denn jede Zigarette schädigt Ihr ungeborenes Kind so sehr, dass jede Zigarette, auf die Sie verzichten, dem Kind weniger schadet.
Folsäure mindert das Risiko für Fehlbildungen. Nicht nur in der Schwangerschaft, auch schon davor - vorausgesetzt, es ist eine geplante Schwangerschaft - ist es sinnvoll Folsäurepräparate einzunehmen. Folsäurehaltige Nahrungsmittel: grünes Blattgemüse, Nüsse, Brokkoli, Weizenkeime, Milch und Milchprodukte, Erdbeeren, Kirschen, Trauben, Orangen
Auch die Einnahme eines Eisenpräparates während der Schwangerschaft ist nicht unbedeutend. Ihr Bedarf verdoppelt sich in dieser Zeit. Ein Eisenmangel kann geistige und körperliche Entwicklungsstörungen sowie eine geringeres Geburtsgewicht Ihres Babys verursachen. Bei Ihnen kann es zu Gesichtsblässe, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und schließlich Krankheit führen. Eisenhaltige Nahrungsmittel: Fleisch, Fisch, Eigelb, Sesam, Getreide, alle roten Früchte und Gemüsesorten Durch Vitamin C kann Eisen besser aufgenommen werden (einige Tropfen Zitronensaft über die Gerichte geben)
Nicht empfehlenswerte Nahrungsmittel während der Schwangerschaft
Leber (hoher Schwermetall- und Vitamin A-Gehalt), Rohmilchprodukte (Listeriose), rohes Fleisch (Toxoplasmose)
Listeriose ist normalerweise harmlos; sie ist ein Grippe ähnlicher Infekt. Die Bakterien können bei Schwangeren auf das Baby übergreifen und eine Fehlgeburt, Totgeburt oder schwere Erkrankungen des Kindes bewirken. Listerien befinden sich möglicherweise in folgenden Lebensmitteln: Käse aus Rohmilch, rohes Fleisch, Räucherlachs
Toxoplasmose ist eine Lebensmittelinfektion, die durch Parasiten verursacht wird, mit dem häufig Katzen infiziert sind. Normalerweise verläuft diese Infektionskrankheit unbemerkt. Allerdings kann sie bei schwangeren Frauen zu einer gefährlichen Schädigung ihres Embryos führen. Viele Schwangere hatten bereits eine unbemerkte Toxoplasmoseinfektion und haben somit Antikörper gebildet. Ein Test zu Beginn der Schwangerschaft kann feststellen, ob diese Antikörper im Blut vorhanden sind. Wenn ja, besteht kaum Gefahr, sich erneut anzustecken.
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