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handpelzi_661   So geht es Ihnen

 

 

Im ersten Schwangerschaftsdrittel ist für die meisten Frauen alles noch neu und ungewohnt. Manche Schwangeren durchlaufen diese Phase ohne Probleme, andere hingegen plagen sich hin und wieder mit lästigen Beschwerden. Sie und ihr Körper müssen sich erst an den veränderten Zustand gewöhnen. Viele werdende Mütter befinden sich auf einer Achterbahn der Gefühle. Eine Mischung aus höchsten Glücksgefühlen bis hin zu massiven Zukunftsängsten macht ihnen die erste Phase der Schwangerschaft oft nicht leicht. Hinzu kommen die typischen körperlichen Beschwerden der Frühschwangerschaft, die die Vorfreude auf das neue Familienmitglied dämpfen können.

Körperliche Veränderungen

In der 5. Woche nach der Befruchtung bleibt Ihre Menstruation aus. Die Grundlagen für ein erfolgreiches Austragen ist in die erste Schwangerschaftsperiode (bis zur 12. SSW) gelegt. Die Brust wächst in dieser Phase der Schwangerschaft am stärksten und beginnt dadurch, zu spannen. Der Warzenhof wird dunkler. Ihr Herz arbeitet für zwei; daher können Kreislaufschwankungen und somit Schwindel auftreten. Die Gebärmutter wächst. Sie ist in der 6. SSW schon doppelt so groß wie vor der Schwangerschaft, wodurch Sie ein ungewohntes Ziehen im Unterbauch spüren können. Vielleicht sind sie schlapp und müde. Gegen Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels beginnen wahrscheinlich Ihre Hosen eng zu werden.

Körperliche Beschwerden in der Frühschwangerschaft

Übelkeit  Erbrechen  Verstopfung  Brustspannen  Kreuzbeinschmerzen  Ziehen im Unterbauch  Schlafstörungen

Übelkeit und Erbrechen sind die häufigsten Beschwerden in der ersten Phase der Schwangerschaft. Wundern Sie sich nicht; Dinge, die heute noch schmeckten, können morgen schon nur durch ihren Geruch Übelkeit auslösen. Hingegen können Ihnen andere Lebensmittel - die Sie vielleicht bisher nicht gern oder gar nicht aßen - durchaus köstlich schmecken. Bei den meisten tritt spätestens gegen Ende der 12. Schwangerschaftswoche eine deutliche Besserung ein. Man kann einiges tun, um diese Beschwerden zu lindern:

  • Ein oft angewandtes Rezept gegen Übelkeit ist frischgebrühter Ingwer-Tee. Dazu übergießen Sie 1/2 Tl frisch geriebene Ingwerwurzel mit 250 ml kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen und über den Tag verteilt schluckweise trinken (Max. 3 Tassen pro Tag).
  • Auch ganze Mandeln haben sich erfahrungsgemäß bewährt. Kauen Sie die Mandel, bis ein Brei im Mund entsteht, schlucken Sie sie erst dann hinunter.
  • Vielen hilft, Milch schluckweise zu trinken.
  • Essen Sie besser regelmäßig kleine Mahlzeiten am Tag. Das schont den Magen und erhält den Appetit.
  • Sehr wichtig ist regelmäßiges Trinken über den Tag verteilt. Stündlich ein paar Schluck Wasser oder ungesüßter Kräutertee genügen.
  • Probieren Sie frische Düfte in geschlossenen Räumen wie Orange, Zitrone, Mandarine oder Pfefferminze. Am besten eignen sich natürliche ätherische Öle.
  • Zudem sind ausreichend Schlaf und viel Bewegung an der frischen Luft sehr wichtig.

Zu den harmlosen, aber unangenehmen Begleiterscheinungen der Frühschwangerschaft gehören Verstopfungsprobleme. Etwa die Hälfte aller Schwangeren sind davon betroffen. Der Darm arbeitet durch die Herabsetzung der Darmmuskelspannung träger, dadurch wird dem Stuhl im Darm mehr Flüssigkeit entzogen, er wird hart und trocken. Die Folge - Verstopfung.

Schmerzende Brustwarzen und Brustspannen können durch den Wachstumsschub, der übrigens in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten am größten ist, ausgelöst werden. Bewährt hat sich ein gut sitzender BH mit breiten Trägern (verhindert das unangenehme Einschneiden in die Haut). Er schafft Gegendruck und somit etwas Erleichterung. Frauen mit kleinem Busen ziehen es oft vor, keinen BH zu tragen, um die Brustwarzen frühzeitig für das Stillen abzuhärten. Jedoch können bei plötzlichen Wachstumsschüben kleine Bindegewebsrisse (Schwangerschaftsstreifen) entstehen, wenn die Brust nicht ausreichend gestützt ist. Frottieren und Einölen nach dem Duschen oder Baden sind gute Maßnahmen, das Brustspannen zu lindern.

Durch den Wachstum von Gebärmutter und Kind tritt häufig ein Ziehen in der Leistengegend, im Kreuzbein- oder Unterbauchbereich auf. Die Bänder werden gedehnt und die Gelenkverbindungen gelockert, auf diese Veränderung muss sich die Muskulatur erst allmählich einstellen. Am besten tragen Sie bequeme Schuhe, machen regelmäßig Pausen und legen die Füße hoch. Verzichten Sie konsequent darauf, schwere Dinge zu tragen. Ein warmes Bad und anschließend eine Rückenmassage können Verspannungen lösen. Gezielte Gymnastik, Schwimmen und Physiotherapie helfen bei starken Rückenschmerzen.

Auch Schlafstörungen sind im ersten Schwangerschftsdrittel keine Seltenheit. Viele Frauen sind in Sachen Baby Ihrer Gefühle noch nicht sicher.

Emotionale Veränderungen

Hormonelle Umstellung und die Erkenntnis der bevorstehenden Lebensveränderung und Verantwortung gegenüber einem hilflosen Menschen führen zu ganz unterschiedlichen Gefühlen. In einem Moment total happy und in der nächsten Minute ängstlich oder traurig; viele Mütter können davon nur zu gut berichten. Viele Schwangere sind sogar in den ersten drei Monaten empfindlicher, reizbarer und harmoniesüchtiger. Sprechen Sie über ihre Gefühle mit Ihrem Partner, Ihrer Mutter oder einer guten Freundin, das schafft Erleichterung und hilft, Problemlösungen zu finden.

 

 

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